Heute wird der Tag genutzt, ein bisschen Aufklärungsarbeit zu betreiben. Auch in meiner Diätpraxis passiert es manchmal, dass ein Patient zum diätologischen Erstgespräch erscheint und sagt: „Schauen Sie mich an, ich bin ganz schlank, ich weiß gar nicht, was dem Herrn Doktor da eingefallen ist, dass ich Ihre Hilfe brauchen könnte.“
Diätologen sind Spezialisten
Das heißt bei gesundheitlichen Problemen werden aus vorhandenen Befunden ernährungsmedizinisch relevante Informationen erfasst, erkannt und gegebenenfalls mit den Ärztinnen oder Ärzten Rücksprache gehalten. In die Betreuung fallen z.B. Personen mit Erkrankungen des Stoffwechsels wie z.B.
- Diabetes
- erhöhte Blutfettwerte
- metabolisches Syndrom
- Nierenerkrankung
- Fettleber
- Magen-Darm-Problemen
- Stoffwechselerkrankungen
- Schilddrüsenerkrankungen
- gynäkolische Erkrankungen wie Endometriose oder PCO-Syndrom
- Rheuma, Gicht, Arthritis
- und viele mehr;

Darüber hinaus übernehmen Diätologinnen und Diätologen auch Tätigkeiten in Bereichen der Ernährungswirtschaft, der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie im allgemeinen Verpflegungsmanagement (z.B. Catering, Großküchen). Sie stehen verschiedensten Einrichtungen (Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kuranstalten, Betrieben etc.) beratend zur Seite und entwickeln Speisepläne und/oder berechnen Nährstoff-, Vitamin und Mikronährstoffgehalte von Speisen und sorgen für die Anleitung und Überwachung der Zubereitung.
Diätpraxis-TRAUM
Mein Traum wäre ein Einrichtung, wo es für alle Spezialisierungen einen Ansprechpartner gibt. Früher deckte eine Fachkraft meist sehr viele Bereiche ab. Ich hatte das Glück, mich von Anfang an zu spezialisieren und das lohnt sich, denn das Fachwissen wird durch die jahrelange Expertise immer vertiefter und breiter – man lernt gezielt die richtigen Fragen zu stellen.
Der Diätolog*innentag ist für mich auch ein Tag zum DANKE sagen, denn bis heute liebe ich meinen Beruf.